
M3E Team
20. Nov. 2023 · 4 min read
KsNI-Förderung und CO2-Maut: Chancen und Herausforderungen im Straßengütertransport

Bildquelle: KI-generiert
Der Straßengütertransport steht im Zuge der Mobilitätswende vor einer bedeutenden Umwälzung und das Förderprogramm "Klimaschonende Nutzfahrzeuge und Infrastruktur (KsNI)" sollte dafür in Deutschland ursprünglich als Katalysator dienen. Die Bemühungen zur Förderung sauberer Mobilität werden jedoch in letzter Zeit durch diverse Unsicherheiten überschattet.
Eine wesentliche Rolle dabei spielt der verschobene dritte KsNI-Förderaufruf, dessen genauer Zeitpunkt weiterhin unklar bleibt. Ursprünglich war dieser für das 3. Quartal 2023 geplant. Da die Fördermittel für 2024 jedoch bereits aus den vorangegangenen Aufrufen erschöpft wurden, wurde der dritte Aufruf vor Kurzem erneut verschoben. Eine genaue Timeline ist bisher ebenfalls nicht bekannt. Dementsprechend bleibt auch die genaue Höhe der Gelder des dritten Aufrufs unbekannt und sorgt bei Unternehmen und Körperschaften mit Fahrzeugen der Klassen N1, N2 und N3 weiterhin für Planungsunsicherheiten. Die Sorge besteht, dass die dringend notwendige Initiative zur Förderung sauberer Mobilität ins Stocken geraten könnte.
Die Verzögerung und möglicherweise, das Ausbleiben des Förderaufrufs ist besonders bedenklich vor dem Hintergrund der bevorstehenden CO2-Maut für Lkw im Güterverkehr auf deutschen Straßen. Die Transportkosten für Verbrenner-Lkw werden zwangsläufig steigen und die Elektromobilität könnte eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung dieser Herausforderung spielen, da vollelektrisch betriebene Lkw auf lange Sicht wirtschaftlicher sind. Das KsNI-Förderprogramm ist von großer Bedeutung für den Ausbau der Elektromobilität im Transportsektor – wie auch die Bundesregierung erkennt. Diese hatte im Rahmen des Programms Fördermittel für den Ausbau von Ladeinfrastruktur und die Inbetriebnahme von klimafreundlichen Lkw im Straßengüterverkehr bis Ende 2026 eingeplant. Die Mittel aus dem Förderprogramm sollen die Anschaffung von Elektrofahrzeugen, den Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Durchführung von Machbarkeitsstudien unterstützen. Aktuell jedoch bleibt die Höhe der Fördermittel für den dritten und auch für eventuell folgende Aufrufe unklar, das Budget ist aktuell nicht gedeckt. In Anbetracht der Herausforderungen und Chancen sollte es eine transparente Kommunikation seitens der Behörden geben, die diesen Unternehmen eine verlässliche Planungsgrundlage bietet. Die Mittel sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und die Zusammenarbeit von Regierung und Wirtschaft wird entscheidend dafür sein, den Straßengütertransport nachhaltiger zu gestalten.
Wie unser CEO und Gründer Dr. Christian Milan bereits an anderer Stelle feststellte, könnte eine mögliche Lösung darin bestehen, einen Teil der Einnahmen aus der CO2-Maut in die KsNI-Förderung zu lenken. “Auf diese Weise könnten die Mittel gezielt in den Ausbau des vollelektrischen Straßen- und Gütertransports investiert werden, was nicht nur die Umwelt schützen, sondern auch die Klimaschutzziele vorantreiben würde” so Milan. Weitere Informationen zum KsNI-Förderprogramm und unserem KsNI-Antragsservice sind auf unserer Website zu finden. In den vergangenen beiden Förderaufrufen konnten wir bereits über 45 Mio. € an Fördermitteln für unsere Kunden beantragen. Darüber hinaus waren 97 % unserer Antragstellungen erfolgreich!