M3E Team

18. Sep. 2024 · 4 min read

Ausschreibung für Lkw-Schnellladeinfrastruktur an unbewirtschafteten Rastanlagen

scharfsinn86

Update 23.10.2024: Die Ausschreibung ist kurzfristig bis zum 8. November 2024 verlängert worden. Anträge können an diesem Stichtag bis 12 Uhr gestellt werden (Vgl. hier).
Der Straßengüterverkehr ist eine der Hauptquellen von CO2-Emissionen im Verkehrssektor. Damit sich dies schnell im Sinne der Mobilitätswende ändert, muss in den kommenden Jahren massiv in emissionsfreie Lkw, insbesondere batteriebetriebene Elektro-Lkw, investiert werden, die eine zentrale Rolle bei der Reduzierung dieser Emissionen spielen. Eine neue Studie sieht denn auch in den nächsten fünfzehn Jahren einen Triumph des E-Lkws voraus. Um den Wandel zu beschleunigen, hat die Bundesregierung bereits im Juli diesen Jahres ein Lkw-Schnellladenetz angekündigt, das sich über alle wichtigen deutschen Autobahnen erstrecken soll. Nun ist es soweit: Das Vergabeverfahren wurde offiziell gestartet.

Start des Vergabeverfahrens

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV), die Autobahn GmbH des Bundes und die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur starten dabei das Verfahren zur Errichtung des Lkw-Schnellladenetzes zunächst nur teilweise und initieren eine Ausschreibung für rund 130 unbewirtschaftete Rastanlagen entlang der Bundesautobahnen. Die Ausschreibung umfasst die jeweilige Planung, den Bau und den Betrieb von Ladepunkten für elektrisch betriebene Lkw. Ziel ist es, das Schnellladenetz auf etwa 350 Standorten auszuweiten und mit diesen 94 % der Autobahnen abzudecken. Das Netz soll den Anforderungen des Schwerlastverkehrs gerecht werden und maßgeblich zur Reduktion von CO2-Emissionen beitragen.
Dafür sind nach Aussage des BMDV insgesamt rund 4.200 Ladepunkte geplant, die aus MCS- (Megawatt Charging System) und CCS-Ladepunkten (Combined Charging System) bestehen. Diese leistungsstarken Stationen sollen eine flächendeckende und verlässliche Ladeinfrastruktur entlang der wichtigsten Verkehrsachsen ermöglichen.

Ablauf des Vergabeverfahrens

Um den Wettbewerb zu fördern und sicherzustellen, dass sowohl attraktive als auch weniger rentable Standorte einbezogen werden, teilt das Vergabeverfahren das Netz in fünf Lose auf. Jedes Los umfasst etwa 25 Standorte unbewirtschafteter Rastanlagen. Das Verfahren beginnt dann mit der Einreichung von Teilnahmeanträgen solcher interessierter Unternehmen, die über die ökonomischen und technischen Kompetenzen zur Planung, Errichtung und zum Betrieb einer solchen Ladeinfrastruktur verfügen. Die Anträge können dabei bis zum 18. Oktober 2024, 12 Uhr eingereicht werden. Ausgewählte Bewerber geben dann indikative Erstangebote ab, die in Verhandlungen verfeinert werden. Nach diesen Verhandlungen erfolgt die Abgabe verbindlicher Angebote, die nach Preis und Leistungsqualität (70 % und 30 % der Bewertung) bewertet werden. Die Zuschläge für die Lose werden in der zweiten Jahreshälfte 2025 vergeben.
Parallel zum Ausschreibungsverfahren werden die Netzanschlüsse für die Standorte schon beauftragt, um eine zügige Inbetriebnahme der Ladeinfrastruktur zu gewährleisten, sobald die Bauarbeiten abgeschlossen sind.

M3E unterstützt interessierte Unternehmen bei der Antragstellung

Als Beratungsunternehmen für Elektromobilität unterstützen wir alle am Vergabeverfahren interessierten Unternehmen natürlich gerne bei der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen.
Aufgrund der sehr kurzen Einreichungsfrist empfehlen wir eine schnelle Kontaktaufnahme. Schreiben Sie uns schnellstmöglich unter consulting@m3e-gmbh.com und vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit unseren Expert:innen!

Alle wichtigen Informationen auf einen Blick:

  • Ziel der Ausschreibung: Planung, Bau und Betrieb eines LKW-Schnellladenetzes an etwa 130 unbewirtschafteten Rastanlagen.
  • Frist: Einreichung der Teilnahmeanträge bis zum 18. Oktober 2024, 12 Uhr.
  • Bewerbervoraussetzung: Ökonomische und technische Kompetenzen zur Planung, Errichtung und zum Betrieb der Ladeinfrastruktur
  • Zuschlagserteilung: In der zweiten Jahreshälfte 2025
  • Erstellung der Ausschreibungsunterlagen: consulting@m3e-gmbh.com

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