M3E Team

12. Mai 2025 · 7 min read

Bilanz der KsNI-Förderung: Was Transport- und Logistikunternehmen lernen können

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Die KsNI-Förderung (“Richtlinie zur Förderung klimafreundlicher Nutzfahrzeuge und Infrastruktur”) lief Anfang 2024 vorzeitig aus – ein dritter Förderaufruf war zwar vorgesehen, wurde jedoch nicht umgesetzt. Jetzt zieht ein aktueller Evaluationsbericht im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) Bilanz.
Die wichtigsten Ergebnisse: Der Markthochlauf schwerer E-Lkw wurde wirksam unterstützt, gleichzeitig zeigen sich Schwächen bei Antragsprozessen und Programmdesign. Was lässt sich daraus für die Zukunft lernen?

KsNI in Zahlen: Ein starker Impuls für den Markt

Zwischen 2021 und 2024 wurden über das KsNI-Programm rund 919 Millionen Euro an Fördermitteln bewilligt. Damit konnten über 6.600 klimafreundliche Nutzfahrzeuge sowie etwa 2.500 Ladepunkte gefördert werden. Besonders die Klasse N3 (schwere Lkw) profitierte – dort entfiel ein erheblicher Anteil der Neuzulassungen auf geförderte Fahrzeuge. In den leichteren Fahrzeugklassen (N1, N2) war die Wirkung geringer, unter anderem wegen paralleler Förderinstrumente wie dem Umweltbonus.

CO₂-Effekt: 846.000 Tonnen potenzielle Einsparung

Laut Bericht leisten die geförderten Fahrzeuge eine voraussichtliche Einsparung von rund 846.000 Tonnen CO₂-Äquivalenten über ihren Lebenszyklus. Zwei Drittel davon wären ohne Förderung nicht realisiert worden. Gleichzeitig machten andere politische Hebel wie Flottengrenzwerte, THG-Quote oder Mautprivilegien einen wesentlichen Teil des Marktdrucks aus.

Fünf Learnings für Transport- und Logistikunternehmen

1. Förderprogramme beeinflussen Investitionsentscheidungen maßgeblich

Die KsNI-Förderung verdeutlichte, wie effektiv hohe Förderquoten Investitionen in neue Technologien ankurbeln können – insbesondere bei kostenintensiven Projekten wie der Anschaffung von E-Lkw und Ladeinfrastruktur. Wer frühzeitig plant, kann sich Fördermittel sichern, bevor die Töpfe erschöpft sind.
Handlungsempfehlung: Investitionsplanung konsequent mit Förderzeiträumen und Antragsfristen abstimmen. Wer bereits konkrete Projekte und Budgetierungen vorbereitet hat, kann bei neuen Aufrufen sofort reagieren.

2. Bürokratischer Aufwand als zentrale Herausforderung

Viele Unternehmen unterschätzten den administrativen Aufwand bei der KsNI-Förderung. Die Antragstellung erforderte umfangreiche Nachweise, Berichte und Projektpläne – Faktoren, die bei unvorbereiteter Antragstellung schnell zu Verzögerungen führten.
Handlungsempfehlung: Klare Verantwortlichkeiten festlegen und externe Partner mit Fördermittel-Expertise einbinden. Wer den Prozess strukturiert angeht, spart Zeit und reduziert Fehlerquellen.

3. Die 80-%-Förderquote war die Ausnahme – nicht der neue Standard

Die KsNI-Förderung setzte bewusst auf eine hohe Quote von bis zu 80 % der Investitionsmehrkosten, um den Markthochlauf schwerer E-Lkw zu beschleunigen. Künftig werden Förderprogramme voraussichtlich differenzierter und niedriger ausfallen – insbesondere bei Fahrzeugen, deren Betriebskosten durch andere Programme bereits subventioniert werden.
Handlungsempfehlung: Investitionen müssen auch bei geringerer Förderung wirtschaftlich tragfähig sein. Fördermittel sollten ergänzen, nicht tragen.

4. Regulierung als starker Markttreiber

Neben der KsNI-Förderung waren regulatorische Vorgaben wie CO₂-Flottengrenzwerte, die THG-Quote und die Mautbefreiungen wesentliche Faktoren für den Markthochlauf klimafreundlicher Nutzfahrzeuge. Diese politischen Rahmenbedingungen wirken oft stärker als reine Förderprogramme – und setzen Unternehmen unter Druck.
Handlungsempfehlung: Regulatorische Entwicklungen systematisch verfolgen und in die Flottenstrategie integrieren. Unternehmen, die jetzt schon CO₂-Grenzwerte und THG-Quoten einplanen, können sich finanziellen Spielraum verschaffen.

5. Die deutsche Förderlandschaft ist dynamisch – strategische Förderfähigkeit bleibt entscheidend

Obwohl KsNI messbare Erfolge erzielte, wurde sie nicht verlängert. Das zeigt: Selbst erfolgreiche Programme sind keine Garantie für die Zukunft. Unternehmen, die auf Einzelprogramme setzen, laufen Gefahr, kurzfristig ohne finanzielle Unterstützung dazustehen.
Handlungsempfehlung: Förderstrategien breit aufstellen und neben Bundes- und EU-Programmen auch regionale Fördermöglichkeiten prüfen. Flexibilität und schnelle Reaktionsfähigkeit sind entscheidend, um auch nach dem Ende großer Programme handlungsfähig zu bleiben.

M3E: Ihr Sparringspartner für Fördermittelmanagement und Elektrifizierungskonzepte

Nach dem Ende der KsNI-Förderung ziehen auch wir Bilanz und sind stolz darauf, dass unser Antragsservice unseren Kunden insgesamt 45 Millionen Euro an Fördermitteln aus dem KsNI-Topf sichern konnte und bei der Antragstellung eine Erfolgsquote von 97 % vorweisen kann.
Nach wie vor existieren zahlreiche andere Fördermöglichkeiten, mit denen Unternehmen die Elektrifizierung ihrer Flotten und Standorte vorantreiben können.
Als ein führendes Beratungsunternehmen für Elektromobilität unterstützen wir Transport- und Logistikunternehmen dabei mit unserem ganzheitlichen Ansatz.
Unsere Leistungen im Überblick:
  • Fördermittelmanagement: Von der Strategieentwicklung bis zur Antragstellung – wir übernehmen den gesamten Prozess – schnell, unkompliziert und effizient.
  • Elektrifizierungskonzepte: Für die umfassende Elektrifizierung Ihrer Flotte und Standorte entwickeln wir individuell zugeschnittene Konzepte.
  • Whitepaper „Alternativen zur KsNI-Förderung“: Sie möchten wissen, welche Förderprogramme aktuell verfügbar sind und wie Sie Ihr Projekt auch ohne KsNI vorantreiben können? Laden Sie unser kostenloses Whitepaper herunter – kompakt und praxisnah aufbereitet.
Nutzen Sie unsere Expertise, um Ihre Projekte nachhaltig und förderfähig umzusetzen. Kontaktieren Sie uns:
  • Antragsservice: antragsservice@m3e-gmbh.com
  • Elektrifizierungskonzepte: consulting@m3e-gmbh.com
Wir kreieren die optimale Lösung – für Ihre nachhaltige Mobilität!

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