M3E Team

28. Aug. 2024 · 4 min read

Diese Trends werden die nachhaltige Mobilität in Europa bestimmen

M3E GmbH

Die Verkehrswende betrifft nicht nur Fahrzeughersteller und die Transportbranche, sondern nahezu alle Unternehmen, die im Alltagsbetrieb Fahrzeuge nutzen. Der Übergang zur nachhaltigen Mobilität wird von regelmäßig neuen Richtlinien, Gesetzen, Förderungen und Restriktionen begleitet, auf die sich die Wirtschaft entsprechend einstellen muss. Insbesondere für europaweit agierende Unternehmen ist die Kenntnis der wesentlichen europäischen Policy-Trends für eine zukunftssichere Planung unabdingbar.

Diese 5 Policy-Trends werden aus Sicht der Experten von M3E die nachhaltige Mobilität in Europa prägen:

1. Ladeinfrastruktur in Neubauten: In immer mehr europäischen Ländern werden verpflichtende Quoten eingeführt und Mietern die Installation von Ladepunkten erleichtert.
Europaweit wird die Gesetzgebung dahingehend angepasst, dass der Aufbau von Elektroauto-Ladeinfrastruktur an Neu- und Bestandsimmobilien sichergestellt wird. Planung und Installation von Ladestationen werden für die Bau- und Immobilienwirtschaft künftig unverzichtbare Bestandteile neuer Bauvorhaben sein.
2. Öffentliche Ladestationen: Seit der Verabschiedung der europäischen AFIR-Verordnung werden in immer mehr europäischen Ländern transparente Preise verpflichtend
Eine gute Nachricht für alle E-Auto-Nutzer:innen: Die Preistransparenz bei öffentlicher Ladeinfrastruktur wird erhöht. Hersteller und Betreiber von Ladesäulen müssen die sich wandelnden Vorgaben beachten und gegebenenfalls ihre Ladepunkte mit aktuellen Software-Lösungen ausrüsten.
3. Plug-in-Hybride (PHEV): Immer mehr europäische Länder beenden Förderungen.
Plug-in-Hybridfahrzeuge sind insbesondere bei Firmenflotten beliebt – auch dank staatlicher Förderungen. In den kommenden Jahren werden sich Förderanreize voraussichtlich auf emissionsfreie Antriebe konzentrieren, während Hybridantriebe nicht mehr bezuschusst werden. Um geeignete und möglichst förderfähige Firmenfahrzeuge anzuschaffen, sollten Unternehmen frühzeitig ihre Fahrprofile und Betriebskosten analysieren.
4. CO₂-Maut: Seit der Novelle der Eurovignetten-Richtlinie führen immer mehr europäische Länder CO₂-basierte Mautsysteme.
Auch im Straßengüterverkehr soll der Umstieg auf klimafreundliche Antriebe beschleunigt werden, weshalb die Eurovignetten-Richtlinie geändert wurde. Künftig wird die Lkw-Maut an die Höhe des CO₂-Ausstoßes gekoppelt – in Deutschland ist dies für Lkw über 3,5 Tonnen bereits seit diesem Jahr der Fall. EU-Länder, die diese Vorgabe noch nicht umgesetzt haben, müssen bis 2027 nachziehen.
5. Verkehrsemissionen: Durch die CSRD-Verordnung werden immer mehr europäische Unternehmen verpflichtet, über ihre Verkehrsemissionen als Teil der Lieferkettenemissionen Auskunft zu geben.
Unternehmen benötigen Dekarbonisierungsstrategien, innerhalb derer die Verkehrsemissionen immer mehr Gewicht erhalten. Schätzungsweise werden ab 2026 mehr als 50.000 europäische Unternehmen aller Branchen von der Verpflichtung betroffen sein, ihre Verkehrsemissionen zu beziffern und offenzulegen. M3E entwickelt bereits effiziente Lösungen für die Wirtschaft, um wirtschaftlich optimale Anschaffungspfade unter Berücksichtigung der Verkehrsemissionen zu bestimmen.
Die Mobilitätswende wird auch in den kommenden Jahren branchenübergreifend Aufmerksamkeit und Anpassungsstrategien seitens Unternehmen erfordern. Um grenzüberschreitend tätigen Firmen einen einfachen Zugang zu den relevanten Gesetzen, Richtlinien und Maßnahmen zu geben, die die nachhaltige Mobilität betreffen, wurde der M3E Policy Report - Sustainable Mobility in Europe 2024 zusammengestellt: ein umfangreiches Nachschlagewerk, das als Grundlage zur Entscheidungs- und Strategiefindung unverzichtbar ist. Mehr Informationen und die Möglichkeit, eine Leseprobe anzufordern, gibt es hier.

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